Das Beste aus dem weltweitem Netz prämierte die Academy of Digital Arts and Sciences. Bei der siebten "Oscar"-Verleihung für Webseiten waren 150 Anwärter in 30 Kategorien, wie Nachrichten, Musik, Sport und Verrücktes, nominiert.
Vieles war in diesem Jahr anders. Im Gegensatz zu früheren Webby-Awards-Shows, bei denen in San Francisco der rote Teppich ausgerollt wurde, fand die diesjährige Verleihung weltweit im Internet statt. Ende April hatten die Veranstalter die geplante Gala an der Westküste abgesagt, weil viele der Nominierten aus 24 Ländern Sorge hatten, in politischen Krisenzeiten von weither anzureisen. Webby-Gründerin Tiffany Shlains Angaben zufolgen waren mehr als 5000 Internetsurfer in aller Welt dem Aufruf gefolgt, virtuell an der Trophäenshow teilzunehmen. Auf über 150 Partys weltweit wurden die Gewinner der besten Webseiten auch offline gefeiert. Die Jury der Academy kam zu dem Schluss, dass die Website von Google News die besten Nachrichten liefert. Die hilfreichsten Reisetipps bietet Lonelyplanet.com und beim Internetshopping ist Amazon.com unschlagbar. Der einzige deutsche Kandidat, aus der Kategorie Internetkunst, Blinkenlights.de ging leer aus. Dagegen traf der Humor der englischen Website Rathergood.com in der Kategorie "Weired" (Seltsam) den Geschmack der Juroren. Ebenso die Heimwerkertipps der Website Dignet.com und die Filmkritiken von Indiewire.com. Den Politik-Webby holte sich die vielbesuchte Website Moveon.org, ein Forum für Anti-Kriegsaktivisten. Sie bedankten sich mit dem Spruch: "Won Webby. Next beat Bush." (Webby gewonnen. Jetzt Bush besiegen.) Den Sonderpreis "Rising Star" erhielt Snapfish.com für die am schnellsten wachsende Website. Fünf Millionen Benutzer stellen dort über 100 Millionen (in Zahlen 100.000.000) Fotos ins Netz. Alle Gewinner im Überblick: WebbyAwards.com Quelle: Printausgabe Wiesbadener Kurier
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